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Herzlich willkommen bei der GgG e.V.

Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung (GgG) e.V. ist eine gesellschaftspolitische Initiative mit dem Ziel, die soziale Akzeptanz von dicken Menschen zu verbessern und Diskriminierung auf der Basis von Körpergewicht zu bekämpfen.

Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung ist eine Vereinigung von Menschen aller Kleidergrößen und Bauchumfänge, die aus ganz verschiedenen Gründen nicht einverstanden sind damit, wie unsere Gesellschaft mit dicken Menschen umgeht. Da wir ein gesellschaftspolitisches Ziel haben und uns nicht primär als Betroffenengruppe sehen, ist das Gewicht unserer Mitglieder für uns von nachgeordneter Bedeutung. Was für uns zählt, ist die Motivation, gegen einen uns alle schädigenden Schlankheitswahn aktiv vorzugehen.

Wir von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung arbeiten daran, weit verbreitete Vorurteile zum Thema Körpergewicht abzubauen. Wir bieten Informationen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema fördern, und unterstützen Einzelne im Falle einer Diskriminierung wegen ihres Gewichts.

Literatur-Empfehlungen

Das Thema Gewichtsdiskriminierung und Gegenpositionen zu den gängigen Vorurteilen in Bezug auf hohes Gewicht finden nur sehr langsam in die Politik. In der Literatur sind diese Themen aber bereits fest verankert. Wir haben im Folgenden einige Titel für Sie zusammengestellt, die sich mit der "Bannung" des Fettes, den Erfolgsaussichten von Diäten und dem aktuellen Schönheitsideal kritisch auseinandersetzen.

Wir freuen uns sehr, dass wir inzwischen einen Teil dieser Wissenschaftler, Ärzte und Aktivisten in unserem Beirat begrüßen dürfen.

25 Jahre internationaler Anti-Diät-Tag

Diesem Jubiläum möchten wir mit einer besonderen Nachricht gerecht werden: Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung wird in diesem Jahr erstmalig eigene Wahlprüfsteine erstellen, also einen Fragenkatalog, der den Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl zugeht.

Wie stark sind die Parteien bereits in puncto Gewichtsdiskriminierung sensibilisiert? Welche Parteien sind bereit, sich für einen Diskriminierungsschutz einzusetzen und in welcher Form? Wir wollen es wissen!

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Die FDP macht den Schutz vor Diskriminierung zum Wahlthema

Die FDP hat das Thema Diskriminierung in ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017 aufgenommen und durch die gewählte Formulierung eine Adressierung von Gewichtsdiskriminierung ermöglicht: „Wir wenden uns gegen jede Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Religion, Hautfarbe, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung, Behinderung, Alter oder einem sonstigen Status“, so der Wortlaut im Beschluss. Die genannten Merkmale decken sich mit denen, für die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) einen Diskriminierungsschutz gewährt, allerdings fehlt dort bis heute ein Zusatz, wie der hier über „oder“ angeschlossene, damit die Liste rechtlich als beispielhaft interpretiert werden kann.

Wie entscheidend diese Möglichkeit ist, zeigte sich 2014 in einem Urteil des Arbeitsgerichtes Darmstadt. Obwohl seitens der Klägerin eine Gewichtsdiskriminierung über den Mailverkehr im Rahmen der Bewerbung klar belegt werden konnte, scheiterte ihre Klage, da Gewicht im AGG nicht als geschütztes Merkmal erfasst ist und bei einer Konfektionsgröße 42 der Umweg über das Merkmal Behinderung bisher aufgrund der Definition von Behinderung nicht greift.

Wir begrüßen daher diese Öffnung des Diskriminierungsschutzes und hoffen, dass die FDP diese Position in eventuellen Koalitionsverhandlungen stark machen wird!

05.-07. Mai: Konferenz junger politischer Frauen – und die GgG ist mit dabei

Konferenz junger politischer FrauenFür Vorträge und Workshops kann die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung inzwischen auf einen üppigen Themenvorrat zurückgreifen, dennoch ist jeder ein Unikat, da immer wieder neue Perspektiven hinzukommen. Dieses Mal wird allerdings vor allem die Form ein Unicat sein: Die Konferenz junger politischer Frauen hat unsere Vorsitzende, Natalie Rosenke, um einen Workshop mit Performance-Elementen gebeten.

Heute sagen wir “Bühne frei!” für die Workshop-Beschreibung, am 06.05. hat dann unsere Vorsitzende um 13:30 Uhr in Halle ihren Auftritt. … weiterlesen

Sexismus, Gewichtsdiskriminierung oder beides?

Das diesjährige Ostermotiv von Palmers ist im Netz vielfach als sexistisch kritisiert worden. Eine „künstlich generierte Empörungswelle“, findet Fallschirmspringer Felix Baumgartner. „Schön wenn sich Zuhause wieder einige sogar zu Ostern aufregen! Allen voran Puls-4-Infochefin und -Moderatorin Corinna Milborn, bei der Figur auch kein Wunder!“

Mit dieser Aussage wurde Baumgartner selbst Gegenstand einer Sexismus-Debatte, aber handelt es sich hier tatsächlich in erster Linie um Sexismus oder nicht vielmehr um Gewichtsdiskriminierung? Schließlich unterstellt er der Moderatorin, dass ihre Kritik auf ihrer eigenen Figur beruht. Der Titel „Wir suchen Models, keine Moppel“ eines späteren Posts von ihm unterstreicht deutlich den Fokus auf Körperform bzw. Gewicht – und diese Differenzierung ist wichtig!

Nur wenn Gewichtsdiskriminierung als solche benannt wird, können sich Akteure wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)​ und die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung e.V.​ für die Notwendigkeit einer Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) einsetzen. Momentan kann gegen eine Diskriminierung aufgrund des Merkmals Geschlecht rechtlich vorgegangen werden, gegen eine Diskriminierung auf Basis des äußeren Erscheinungsbildes hingegen nicht.

Fat Studies in Deutschland – Hohes Körpergewicht zwischen Diskriminierung und Anerkennung

Cover Fat Studies DeutschlandNeuer Lesestoff fürs Bücherregal: Im BELTZ Verlag ist der Titel “Fat Studies in Deutschland – Hohes Körpergewicht zwischen Diskriminierung und Anerkennung” erschienen. Wir freuen uns sehr, dass die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung die folgenden drei Artikel zum Buch beitragen durfte:

Dickenaktivismus in Deutschland.
Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung e.V.
Stephanie von Liebenstein

Über die gesellschaftliche Undenkbarkeit von Fat Sex und die Lust am dicken Körper
Natalie Rosenke … weiterlesen

Der dicke Mensch als Feindbild

“Ich glaube, jede gute Beziehung braucht einen gemeinsamen Feind”, so ein Vater im Elternmagazin Nido #4/2017, der sich durch das gelegentliche Lästern mit seiner kleinen Tochter in besonderer Weise verbunden fühlt. Der Feind in diesem Fall: der dicke Mensch. Als typische Situation beschreibt er, wie die beiden in einer Apotheke gemeinschaftlich über eine dicke Frau herziehen, die zufällig gemeinsam mit ihnen wartet.

 

Gewichtsdiskriminierung beflügelt den Profit

2017-02-17_EatkarusSeit Dienstag schwirrt der EDEKA-Spot “Eatkarus” durch die sozialen Medien. Doch seine Botschaft ist eine echte Bruchlandung. Denn zum Träumen braucht es keine Wespentaille – zum Fliegen übrigens auch nicht. Unterstützen Sie unsere Protestaktion auf und Twitter und Facebook, indem Sie unser Bild teilen. Eine gute Übersicht der bisherigen Kritik am Spot finden Sie in folgendem Artikel:

Artikel im Zeit-Blog “Teilchen”
Alles, nur kein Kugelmensch

Foodwatch: Essensretter nur für dünne Menschen?

weight-watch„Kein Junkfood-Marketing mit Comicfiguren!“, mit diesem Aufruf ermunterte Foodwatch im Dezember seine Mitglieder dazu, Studio 100 anzuschreiben. Ziel der Aktion: Figuren wie Biene Maja und Wickie sollen zukünftig nur noch zur Bewerbung von “gesunden Lebensmitteln” eingesetzt werden, „die Eltern guten Gewissens kaufen können“, so Foodwatch.

Eine sehr unglücklich gewählte Formulierung, denn die Aufteilung von Lebensmitteln in Gut und Böse ist fruchtbarer Boden für Essstörungen und damit, was Förderung und Erhalt der Gesundheit anbelangt, kontraproduktiv. Zur Illustration der Notwendigkeit der Aktion stellte der Verein den dicken Körpers als sich epidemisch ausbreitende Krankheit dar und hat damit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kombination dick und gesund weiterhin eine gesellschaftlich undenkbare bleibt.

Ja, wir brauchen Organisationen, die sich food watch zur Aufgabe machen, um die Rechte der Verbraucher*innen zu stärken, eine weitere Organisation, die sich weight watch zur Aufgabe macht, brauchen wir nicht!

Tagungsband zur AGG-Fachtagung veröffentlicht

10-jahre-agg-tagungsbandEs war einer der wichtigsten Meilensteine unserer Arbeit des vergangenen Jahres, Teil der Fachtagung “10 Jahre AGG – Evaluation und Ausblick” der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) zu sein. Im Forum “Aller guten Dinge sind sechs?” hat unsere Gründerin und stellvertretende Vorsitzende, Stephanie Freifrau von Liebenstein, unsere Positionen auf dem Podium erfolgreich vertreten:

Sowohl Volker Beck, Mitglied des Deutschen Bundestages (Bündnis 90 / Die Grünen), als auch Steffen Beigang, Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), sprachen sich klar für eine Aufnahme des “äußeren Erscheinungsbildes” als schützenswertes Merkmal aus, wobei unter diesem Oberbegriff innerhalb der Diskussion Merkmale wie Gewicht und Größe zusammengefasst worden waren.

Den genauen Diskussionsverlauf können Sie ab sofort im zugehörigen Tagungsband nachlesen.

XL im Sack startet ins neue Jahr

xl-im-sack-an-der-uniUnsere Aktion “XL im Sack” ist eine Erfolgsgeschichte, an der wir kontinuierlich weiterschreiben. Im Dezember waren wir Teil des Winterfestes vom Stadtschloss Moabit und sind für das Interview im Deutschlandfunk nach Köln gereist.

Das neue Jahr haben wir mit dem guten Vorsatz begonnen, die Studentinnen und Studenten des Fachbereichs Public Health in Bezug auf Gewichtsdiskriminierung zu sensibilisieren und haben hierfür unser Beiratsmitglied Dr. Friedrich Schorb an der Universität Bremen besucht.

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