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Wer übernimmt, wer hinterfragt?

 

Herzlich willkommen bei der GgG e.V.

Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung (GgG) e.V. ist eine gesellschaftspolitische Initiative mit dem Ziel, die soziale Akzeptanz von dicken Menschen zu verbessern und Diskriminierung auf der Basis von Körpergewicht zu bekämpfen.

Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung ist eine Vereinigung von Menschen aller Kleidergrößen und Bauchumfänge, die aus ganz verschiedenen Gründen nicht einverstanden sind damit, wie unsere Gesellschaft mit dicken Menschen umgeht. Da wir ein gesellschaftspolitisches Ziel haben und uns nicht primär als Betroffenengruppe sehen, ist das Gewicht unserer Mitglieder für uns von nachgeordneter Bedeutung. Was für uns zählt, ist die Motivation, gegen einen uns alle schädigenden Schlankheitswahn aktiv vorzugehen.

Wir von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung arbeiten daran, weit verbreitete Vorurteile zum Thema Körpergewicht abzubauen. Wir bieten Informationen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema fördern, und unterstützen Einzelne im Falle einer Diskriminierung wegen ihres Gewichts.

Literatur-Empfehlungen

Das Thema Gewichtsdiskriminierung und Gegenpositionen zu den gängigen Vorurteilen in Bezug auf hohes Gewicht finden nur sehr langsam in die Politik. In der Literatur sind diese Themen aber bereits fest verankert. Wir haben im Folgenden einige Titel für Sie zusammengestellt, die sich mit der "Bannung" des Fettes, den Erfolgsaussichten von Diäten und dem aktuellen Schönheitsideal kritisch auseinandersetzen.

Wir freuen uns sehr, dass wir inzwischen einen Teil dieser Wissenschaftler, Ärzte und Aktivisten in unserem Beirat begrüßen dürfen.

Zu Gast bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

2016-05-24_GgG_Gespraech_mit_der_ADSWir sagen Dankeschön für das konstruktive Gespräch mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), das von gegenseitigen positiven Impulsen, die wir in unsere Arbeit einfließen lassen werden, und Respekt geprägt war.

Wo wir mit unserer Erfahrung in Bezug auf das Thema Gewichtsdiskriminierung einen Beitrag leisten können, werden wir ihn gern erbringen, und freuen uns auf zukünftige Anknüpfungspunkte.

Frostige Zeiten für Fettpölsterchen

Das lange Wochenende ist vorbei und unser Sack war wieder unterwegs. Dies Mal haben wir auf der Tour einen neuen Beauty-Trend entdeckt: Cryolipolyse – die (angebliche) Zerstörung von Fettzellen durch Kälte.

Mehr dazu im Blog unserer Aktion:
www.xl-im-sack.de

Einfach essen, geht das überhaupt?

Wo die Religion nicht darüber entscheidet, was auf den Teller kommt, sind Moral, Lifestyle und die Darstellung des gesellschaftlichen Status eingesprungen. Das Ergebnis sind Food Porn oder neue Krankheitsbilder wie Orthorexia Nervosa, also der übersteigerte Drang sich gesund zu ernähren.

Wie sind vor diesem Hintergrund Diäten zu sehen? Sind sie das uns ständig begleitende Fasten der Neuzeit? Erscheint vielen daher eine andere Form der Abstinenz in der Fastenzeit, wie ein selbstauferlegtes Facebook-Verbot, folgerichtig? Eine interessante Frage, die Dr. Daniel Kofahl in der SWR Sendung “Wie Religionen über das Essen bestimmen” aufwirft. Als Ernährungssoziologe schlägt er gekonnt die Brücke zwischen Religion und neuzeitlichen Ernährungstrends.

SWR Sendung
Wie Religionen über das Essen bestimmen

Superdünn und trotzdem „fett“?

Cellulite-hautKein Problem, denn die neueste Neurose unter dünnen Frauen ist die Angst davor, „skinny fat“ zu sein. Wie man es anstellt, gleichzeitig sehr schlank zu sein und sich immer noch fett zu fühlen, zeigt zum Beispiel der Schweizer „Tagesanzeiger“: „Skinny fat“, ein Begriff aus dem englischsprachigen Raum, bezeichne „Menschen, die zwar, wenn sie bekleidet sind, schlank wirken, jedoch einen relativ hohen Fettanteil und einen geringen Anteil an Muskelmasse haben.“ … weiterlesen

Tag 3 unserer “XL im Sack” Aktion

Von der Wilmersdorfer Straße bis zum Kurt-Schumacher-Haus der SPD reichte die heutige Tour unseres Sacks. Wir wissen jetzt, wo es aktuell die beste Wassermelone gibt und dass die Redaktion der SPD eine leichte Montag-Mittwoch-Schwäche hat.

Zum Blog der Aktion:
http://www.xl-im-sack.de

Wir wünschen einen genussvollen Anti-Diät-Tag

xl-im-sack-logoZur Feier des diesjährigen Anti-Diät-Tages hat sich die GgG e.V. zu einer politischen Aktion entschlossen, die kommenden Montag starten und zwei Wochen andauern wird. Ein Sack geht um und drin steckt die Vorsitzende der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung, Natalie Rosenke. Unter dem Motto „Ich will keine Säcke mehr tragen“ wird sie in Berlin vor verschiedenen politischen Einrichtungen stehen, darunter die Parteizentralen, der Bundestag und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), um auf die gesellschaftliche Ausgrenzung dicker Menschen aufmerksam zu machen.

Mit dabei hat sie die Sleeping Lady Malta als kostenlose Postkarte, denn ein kleines Geschenk ist immer ein guter Gesprächseinstieg. Der Sack ist interaktiv. Interessierte können auf dem Rücken unserer Vorsitzenden ihre Gedanken zur Aktion hinterlassen, indem sie einen Bierdeckel ausfüllen und aufkleben.

Zum Blog der Aktion
www.xl-im-sack.de

Plus-Size oder nicht Plus-Size?

Amy Shumer 2011 (Bild: Mario Santor)

Amy Shumer 2011 (Bild: Mario Santor)

Das ist die Frage, die sich die aufgeregte Öffentlichkeit stellt, seit sich die US-amerikanische Comedienne und Schauspielerin Amy Shumer Anfang April in ihrem Instagram-Account über ihren Namen auf dem Cover eines neu erschienenen Plus-Size-Magazins echauffierte: „Plus Size bedeutet in Amerika Größe 44. Ich bin Größe 38 bis 40. [...] Sollen junge Mädchen, die meinen Körpertyp sehen, denken, das sei ‚Plus Size‘? Was denkt ihr? Ich finde das nicht cool und ‚Glamour‘ nicht glamourös.“

Eine Woche später stellte sie in einem Auftritt in der „Tonight Show“ klar: „Ich liebe das Glamour Magazin, die waren immer sehr nett zu mir. Die haben viele gute Dinge für Frauen getan. Aber nach meiner Erfahrung mögen es die Leute nicht, wenn man sie als ‚Plus Size‘ klassifiziert. Wir brauchen diese Etiketten nicht. Wir brauchen sie nicht.“ … weiterlesen

Berliner Ratschlag für Demokratie zeichnet die Arbeit der GgG e.V. aus

BRfD-Respekt-gewinntWir freuen uns sehr, dass die GgG e.V. für die Aktion “Deine Stimme hat Gewicht” vom Berliner Ratschlag für Demokratie​ im Rahmen des Wettbewerbs “Respekt gewinnt!” mit einer besonderen Auszeichnung bedacht wurde. Der Wettbewerb ist Teil der Online-Plattform des BRfD, die ehrenamtlichen Projekten aus und für Berlin die Möglichkeit gibt, sich vorzustellen und zu vernetzen. Neu eingetragene Projekte nehmen dabei automatisch einmalig am Projekt-Wettbewerb teil.

Ziel der Aktion “Deine Stimme hat Gewicht” ist es, eine Erweiterung des Antidikriminierungsgesetzes um ein Merkmal zu erreichen, das Gewichtsdiskriminierung adressiert. Der erste Schritt auf diesem Weg war ein von uns produziertes YouTube-Video, das zur Teilnahme an der Bevölkerungsbefragung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)​ im vergangenen Herbst auffrief, denn der Fragebogen zur Sammlung von Diskriminierungserfahrungen in Deutschland bot über den Punkt “Anders, und zwar” die Möglichkeit, Diskriminierungsursachen zu nennen, die sich nicht auf eines der im AGG erfassten Merkmale zurückführen lassen.

Der Zwischenbericht zur Auswertung der Erhebung gibt erste Hinweise darauf, dass äußere Merkmale in signifikanter Häufigkeit genannt wurden. Das Merkmal “Gewicht” wird hier bereits separat aufgeführt und wurde auf der Bundespressekonferenz von der Leiterin der ADS, Christine Lüders, ebenfalls thematisiert.

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