Öffentliche Einrichtungen sind ein ständiges Ärgernis für dicke Menschen, unter anderem Sitze in Restaurants, Wartezimmern, an Haltestellen, in Bussen, Bahnen, Autos, Flugzeugen, Büros, Kinos, Hörsälen und an vielen anderen Orten. Am Schwierigsten für Dicke sind Sitze, wo der Sitz in einem festen Abstand vom Tisch oder vom nächsten Sitz daneben ist. Unangenehm sind auch Stühle mit Armlehnen, die zu eng beieinander sind für breitere Hüften. Restaurants, die nur Nischen bzw. Separées haben oder nur eine begrenzte Anzahl von Tischen mit beweglichen Stühlen; Toilettenkabinen mit engen Türen und Picknicktische, bei denen die Bank oft direkt am Tisch festgemacht ist.
Flugzeugsitze sind berüchtigt für ihre Schmalheit, sogar bei Leuten von durchschnittlichem Körperumfang. Flugzeugtoiletten sind extrem eng und kaum zu benutzen sowohl für breitere als auch für behinderte Leute.
In U-Bahnen, manchen Geschäften, Ausgängen und Kontrollpunkten gibt es oft Drehkreuze, die zu eng sind, dass breitere Körper hindurchpassen würden.
Ein Problem ist, dass Toiletten manchmal für Behinderte umgebaut werden, dass das Ergebnis am Ende aber so aussieht, dass die Toilette für dicke Leute noch weniger zugänglich ist: Z.B. werden manchmal Griffe an beiden Seiten der Toilette installiert, damit Rollstuhlfahrer sich auf und vom Sitz herunterheben können. Wenn die Griffe jedoch nicht weit genug auseinander stehen, passt eine Person mit breiten Hüften nicht dazwischen.
Architekten, Möbeldesigner, Innenarchitekten und andere Planer wissen oft nicht über die Bedürfnisse der dickere Leute, die die von ihnen gestalteten Orte frequentieren werden, Bescheid. Allerdings haben schon einige Verbesserungen stattgefunden. Manche neue Kinos z.B. haben sogenannte "Love Seats" installiert, in denen zwei durchschnittlich breite Leute oder eine dicke Person sitzen können. Neugebaute Fußballstadien haben in manchen Bereichen oft breitere Sitze (für die man mehr bezahlen muss).
Die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung betrachtet öffentliche Einrichtungen als ein ernstzunehmendes Problem und fordert Konsumenten und Bürger auf, sich zu beschweren, wenn es an einem öffentlichen Ort keine angemessenen Sitze gibt. Bitte schreiben Sie Briefe oder rufen Sie die Inhaber oder Verwalter solcher Orte an. Seien Sie aber auf keinen Fall aggressiv, sondern schlagen Sie Veränderungen auf konstruktive Weise vor; weisen Sie darauf hin, wie viel besser die Einrichtung wäre, wenn sie für Menschen jedes Körperumfangs benutzbar wäre.
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