Operationen zur Gewichtsreduktion - Bariatrische Chirurgie
Warum wir gegen Operationen zur Gewichtsreduktion sind
- Die meisten Menschen, die eine solche Operation über sich ergehen lassen, nehmen nach zwei Jahren wieder zu, und manche wiegen nach einiger Zeit so viel wie vor der Operation*. Warum sollte man eine Operation auf sich nehmen, die nicht erfolgreich ist?
- Nach der Operation sind die meisten Leute nicht in der Lage, mehr als winzige Portiönchen zu essen. Wer mehr isst, muss sich oft übergeben.
- Nach der Operation trauen sich viele Menschen nicht mehr, sich weit von einer Toilette zu entfernen, weil sie unter starkem Durchfall leiden. Dieser Durchfall wird durch Nahrung verursacht, die nicht vollständig verdaut wurde, und stinkt daher richtig fies.
- Nach der Operation können viele Patienten weder Obst noch Gemüse essen. Manche können kein Essen zu sich nehmen, das Fett enthält, ohne sich zu übergeben. Manche müssen zum Essen etwas Heißes trinken, um die Nahrung aufzuweichen. Manche können nur Flüssiges zu sich nehmen und müssen so alles im Mixer zerkleinern und dann trinken. Und fast 30 Prozent bekommen Mangelerscheinungen wie Anämie oder Osteoporose*.
- Zehn bis zwanzig Prozent der Patienten müssen ein- oder mehrmals erneut ins Krankenhaus, um Komplikationen behandeln zu lassen, die durch die Operation verursacht wurden*. Einige dieser Komplikationen sind:
- Entzündung der Operationswunde
- Leistenbruch
- Entstehung eines Loches im Magen, das bluten und sich entzünden kann
- Entstehung eines Loches im Darm, das bluten und sich entzünden kann
- Wenn in der OP Klammern eingesetzt werden, können diese sich lösen; das gleiche gilt für eingesetzte Haltegummis.
- Mehr als ein Drittel der PatientInnen bekommt Gallensteine*.
- Jede neu entwickelte Methode zur Gewichtsabnahme per OP birgt neue Risiken und Gefahren
- Einige Patienten müssen die OP nach einiger Zeit rückgängig machen, weil die Komplikationen so gravierend sind, dass sie tödlich sein können.
- Oft klären die Chirurgen nicht über alle möglichen Risiken der Operation auf, weil sie die Patienten nicht ängstigen möchten. Wir glauben, dass jeder vor der OP genau darüber informiert werden sollte, auf was er sich da einlässt. Wenn Sie also mit einer solchen Operation liebäugeln, informieren Sie sich umfassend auch über die Risiken des Eingriffs.
- Nach der Operation ist nicht der Chirurg derjenige, der Sie betreut, sondern ein Internist oder ein Gastroenterologe. Es ist daher sinnvoll, sich von Fachärzten beraten zu lassen, ehe sie sich diesem gravierenden Eingriff unterziehen. Die meisten Gastroenterologen raten von Operationen zur Gewichtsabnahme ab, weil sie in ihrem beruflichen Alltag erleben, welche gesundheitlichen Probleme daraus entstehen können.
- Wie unser Körper funktioniert, weiß die Wissenschaft auch heute noch nicht in allen Details und Zusammenhängen. Die Operationen zur Gewichtsabnahme sind Experimente, und die Patienten sind die Versuchskaninchen. Unserer Meinung nach sollten Menschen, die abnehmen wollen, sich erst dann einer solchen Operation unterziehen, wenn sie wirklich sicher und wirklich erfolgsbringend ist. Bis dahin sollten sie andere Wege finden, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern.
* Quelle: US Government’s National Institutes of Health.