Passen Sie gut auf sich auf

Eine Checkliste für dicke Erwachsene, die rundum gesund sein wollen

Stellen Sie eine gute medizinische Rundum-Versorgung sicher:
  • Hausarzt/-ärztin
  • Zahnarzt/-ärztin
  • Frauenarzt/-ärztin

Falls nötig:

  • Augenarzt/-ärztin
  • OrthopädIn
  • andere Fachärzte/-ärztinnen
Bestehen Sie auf respektvolle Behandlung
  • Befragen und bewerten Sie jeden neuen Arzt und belehren Sie ihn, wenn nötig.
  • Akzeptieren Sie keinen Schlankheitswahn. Wechseln Sie den Arzt, wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihrem Arzt hauptsächlich um Ihre Figur geht.
  • Achten Sie darauf, dass Sie mit geeignetem Gerät untersucht werden. Eine zu enge Manschette beim Blutdruckmessen führt fast immer zu erhöhten Blutdruckmesswerten! Messen Sie zur Sicherheit Ihren Armumfang zu Hause und nehmen Sie selbst eine geeignete Manschette mit (gibt es im Handel für ca. 20 EUR).
  • Hören Sie auf ärztlichen Rat, aber akzeptieren Sie keine Vorträge über die Notwendigkeit einer Diät.
  • Erwarten Sie, dass man Sie über Ihre Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten, Alternativen etc. aufklärt.
  • Fordern Sie dieselbe Behandlung ein, die eine dünne Person mit dieser Diagnose bekommen würde. Lassen Sie es nicht zu, dass jede Erkrankung unhinterfragt auf Ihr Gewicht zurückgeführt wird.
  • Geben Sie Ihrem Arzt unser Infoblatt für Ärzte.
Wenn Sie eine chronische Erkrankung wie z.B. Diabetes haben, kümmern Sie sich aktiv um Ihre Behandlung
  • Überwachen Sie Ihren Gesundheitszustand (messen Sie z.B. regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel) und lernen Sie den Rhythmus Ihres eigenen Körpers kennen.
  • Passen Sie Ihre Medikamentendosis in Absprache mit Ihrem Arzt an.
  • Lernen Sie, wie Ihr Körper auf bestimmte Nahrungsmittel, den Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme, Mahlzeiten, Sport etc. reagiert.
Halten Sie sich so gesund wie möglich
  • Schlafen Sie genug, vermeiden Sie Übermüdung.
  • Vermeiden Sie zu viel Stress. Bauen Sie regelmäßige Entspannungsphasen in Ihren Alltag ein. Achten Sie darauf, möglichst nie an Ihr Belastungslimit zu gehen, sondern gönnen Sie sich schon vorher eine Pause.
  • Achten Sie auf Ihre psychische Verfassung, denn die ist zentral für Ihre Gesundheit. Ein erstaunlich hoher Prozentsatz von Erkrankungen, z.B. Rückenschmerzen, sind psychosomatisch verursacht oder mitverursacht. Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen emotional möglichst gut geht. Treffen Sie regelmäßig Freunde, sorgen Sie für genügend Liebe, Wärme und Spaß in Ihrem Leben. Wenn es Ihnen beruflich nicht gut geht, überlegen Sie, was Sie ändern können. Vielleicht steht auch einmal ein Jobwechsel an?
  • Essen Sie, wenn Sie hungrig sind. Verschieben Sie Ihre Mahlzeiten nicht zu lange.
  • Trinken Sie viel (mindestens 2 Liter am Tag). Kaffee, Milch und Alkohol zählen nicht mit.
  • Wenn Sie rauchen, hören Sie auf.
  • Benutzen Sie Sonnencreme und vermeiden Sie zu viel Sonne.
  • Meiden Sie öffentliche Ort während der Grippesaison und bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind.
  • Niesen Sie in ein Taschentuch, nicht in Ihre Hand.
  • Waschen Sie mehrmals täglich Ihre Hände.
  • Schnallen Sie sich im Auto immer an.
  • Machen Sie einen Sicherheitsrundgang in Ihrer Wohnung und tun Sie, was Sie tun können, um die Unfallgefahr zu minimieren.
Ernähren Sie sich gut
  • Betrachten Sie sämtliche Ratschläge über Ernährung als nicht hundertprozentig ernstzunehmend.
  • Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers, Appetit, Bedürfnisse etc.
  • Essen Sie abwechslungsreich. Wenn Sie sich hauptsächlich von Kohlenhydraten ernähren, essen Sie auch etwas Eiweiß und Fett. Wenn Sie sich hauptsächlich von Fett ernähren, bauen Sie ein paar Kohlenhydrate ein.
  • Essen Sie Obst und Gemüse. Versuchen Sie, Obst und Gemüse zu jeder Mahlzeit zu essen.
  • Essen Sie mehr Vollkornprodukte, sofern Sie sie vertragen.
  • Finden Sie das für Sie richtige Maß an Ernährungsbewusstsein in Übereinstimmung mit Ihren Bedürfnissen.
  • Probieren Sie Verschiedenes aus und tun Sie dann das, womit Sie sich am wohlsten fühlen.
  • Siehe auch unsere Informationen hier.
Bleiben Sie aktiv
  • Probieren Sie verschiedene Sportarten aus, bis Sie etwas gefunden haben, das sich gut anfühlt.
  • Stellen Sie sich ein Bewegungsprogramm zusammen, das gut in Ihren Alltag integrierbar ist.
  • Finden Sie einen Ausgleich zwischen Dehnen, Muskeltraining, Ausdauertraining und Entspannungsübungen.
  • Siehe auch unsere Informationen hier.
Machen Sie mal Pause
  • Entwickeln Sie ein angenehmes Maß der Pflege und Sorge um Ihren Körper und Ihrer Selbst, irgendwo zwischen völliger Zwanghaftigkeit und völliger Vernachlässigung.
  • Beachten und respektieren Sie es, dass dieses angenehme Maß sich gelegentlich verändert.
  • Machen Sie Kompromisse: Seien Sie besonders genau in einem Bereich, der Ihnen liegt, dann dürfen Sie einen anderen Bereich, der Ihnen noch zu schwierig vorkommt, auch mal ein wenig nachlässiger sein.
  • Geben Sie sich mal frei von den Sorgen um sich selbst, wenn Sie es gerade brauchen.
  • Beurteilen Sie sich nicht ununterbrochen und machen Sie sich nicht zu viele Sorgen um vermeintlich drohende Erkrankungen: Das ist schlecht für Ihre Gesundheit!
Fragen?

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen: FAQ.