Was Sie tun können

Kämpfen Sie gegen Gewichtsdiskriminierung

1. Ob dick oder dünn: Entscheiden Sie sich ganz bewusst dafür, sich so zu lieben, wie Sie sind. Sich von der zwanghaften Beschäftigung mit seinem Gewicht zu befreien, ist der wichtigste und erste Schritt. Nur wer mit sich selbst einigermaßen im Reinen ist, kann auch andere so akzeptieren, wie sie sind.

2. Entscheiden Sie, ab sofort niemanden mehr allein aufgrund seines Gewichts, seiner Kleidergröße oder Körperform zu beurteilen. Erkennen Sie Ihre Vorurteile und bemühen Sie sich, sich von ihnen zu befreien.

3. Verkünden Sie Ihren Freunden und Ihrer Familie, dass Sie beschlossen haben, glücklich zu sein genau so, wie Sie sind. Ihre Entscheidung zur Selbstakzeptanz öffentlich zu machen, kann riesige Auswirkungen auf Ihre Umgebung haben.

4. Lachen Sie nicht über Dickenwitze. Sagen Sie der Person, die sie macht, dass Sie das nicht witzig finden. Wir haben inzwischen begriffen, dass Türkenwitze nicht in Ordnung sind; wir sollten auch damit aufhören, Dickenwitze zu akzeptieren.

5. Achten Sie auf die Darstellung von Dicken in den Medien. Bemerken Sie es, wenn auf Leuten herumgehackt wird oder wenn sie als faul, hässlich, asexuell oder dreckig dargestellt werden, weil sie dick sind. Bemerken Sie es, wenn in einer Serie oder in einem Film keine Dicken vorkommen. Bemerken Sie es, wenn das Wort "dick" oder "fett" sprachlich mit abstoßend, ekelhaft, zu viel Raum einnehmend, sozial unverantwortlich etc. in Verbindung gebracht wird. Wenn Sie wirklich etwas verändern wollen, schreiben Sie den Medienverantwortlichen und äußern Sie Ihren Unmut.

6. Achten Sie darauf, wenn Werbung oder ein Fernsehprogramm bei Ihnen schlechte Gefühle über Ihr Gewicht auslöst. Denken Sie daran, dass Abnehmen kein Allheilmittel und kein Königsweg zum Glück sind, auch wenn uns die Werbung das immer wieder suggeriert.

7. Rufen Sie im Theater oder Kabarett laut "Buuh!", wenn über Dicke hergezogen wird.

8. Kaufen Sie bewusst keine Produkte von Firmen, die Menschen wegen ihres Gewichts respektlos behandeln. Informieren Sie Firmen über Ihre Reaktionen auf ihre Werbekampagnen.

9. Dekorieren Sie Ihre Wohnung mit dickenfreundlichen Kunstgegenständen.

10. Stehen Sie auf gegen Gewichtsdiskriminierung. Sprechen Sie mit Freunden, Ihrer Familie, mit Kommilitonen, Schulfreunden, Kollegen darüber, wenn möglich, auch mit Medienverantwortlichen, mit Ihren Ärzten und den Firmen, mit denen Sie zu tun haben.

11. Unterstützen Sie unsere Arbeit, sei es durch Mitarbeit gleich welcher Form, durch Informationen, die Sie mit uns teilen, durch Mitgliedschaft oder durch eine Spende.

12. Denken Sie daran, dass es starke, gesunde, schöne Menschen in allen Kleidergrößen und allen Körperformen gibt. Jede Person verdient Respekt, egal wie sie aussieht.

 

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