Miss Island verlässt Schönheitswettbewerb wegen body shaming

Die aktuelle Miss Island Arna Ýr Jónsdóttir hat einen internationalen Schönheitswettbewerb in Las Vegas vor der abschließenden Wahl zur Miss World verlassen. Der Grund: die Organisatoren haben sie aufgefordert, weniger zu essen, weil sie zu fett sei. Jónsdóttir schrieb zur Begründung für ihren Ruckzug: wenn ich ihnen zu fett bin, dann haben sie mich nicht verdient.  Jónsdóttir verließ die Veranstaltung, aber nicht die Stadt. Sie wolle sich noch ein paar Tage Las Vegas ansehen und vor allem gut Essen gehen, sagte sie CNN.

Auch wenn Jónsdóttir kaum ein Gramm Fett an ihrem Körper trägt, hat sie als langjährige Sportlerin breitere Schultern und einen insgesamt weniger schmalen Körperbau als andere Models. Und damit fällt sie in der Welt der Schönheitswettbewerbe aus der Rolle. Ähnlich wie bei der von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump als ‚Miss Piggy‘ geschmähten ehemaligen Schönheitswettbewerbsgewinnerin Alicia Machado ist die Sympathie bei offensichtlich dünnen Frauen besonders groß, wenn sie, scheinbar zu Unrecht, wegen ihres Gewichts angegriffen werden. Während umgekehrt die Diskriminierung wirklich dicker Frauen und Männer als akzeptabel, weil gerechtfertigt gilt. Doch die selbstbewusste und kompromisslose Ablehnung der Diätvorschläge der Veranstalter des Miss World-Wettbewerbs durch Jónsdóttir sollte nicht nur für schlanke Modells ein Vorbild sein, sondern für alle Frauen und Männer, gleich ob dick oder dünn.